Cyberdog, das verrückteste Geschäft Londons

Cyberdog London

Cyberdog: das verrückteste Geschäft Londons! Jeder kennt Camden Town, den Punk-Markt im Norden Londons. Wer den abgedrehten Markt schon einmal besichtigt hat, weiß, dass es dort wirklich alles zu kaufen gibt, was das Punker-, Raver-, Gothic-, Metal- oder Biker-Herz begehrt. Von Totenköpfen über Gothic-Kleidung bis hin zu Intim-Piercings hat der Markt alle wichtigen Artikel im Sortiment. Wer es schafft, sich durch die immer gut besuchten Marktstände im Borough of Camden zu kämpfen und den Stables Market erreicht, wird mit einem ganz besonderen Geschäft belohnt: Cyberdog! Was euch in dem sicherlich abgedrehtesten und verrücktesten Geschäft Londons erwartet, verrate ich euch hier!

Erfahrungsbericht – ein Besuch bei Cyberdog in London

Spätestens, wenn man das Cyberdog-Gebäude von außen betrachtet, wird einem klar, dass der Laden keine Anzüge oder Basic-T-Shirts verkauft. Denn zwei riesige, bestimmt 8 Meter hohe Androiden, zieren die Wand des Backstein-Gebäudes – damit auch jeder weiß, dass man hier für Oma kein Weihnachtsgeschenk findet … Oder vielleicht doch?

Cyberdog London

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Traut ihr euch durch die von den Riesen bewachte Pforte hindurch, gibt es im Eingangsbereich von Cyberdog schon einmal richtig etwas zum Staunen. Rund herum hängen in bzw. an den Wänden kleinere Ausgaben der beiden Wächter-Roboter am Eingang. Neonfarbiges Blut fließt durch ihre Adern und die ersten Klänge dröhnender Musik sind bereits zu hören. Das Ganze erinnert etwas an Alien oder Matrix – nur mit ein bisschen mehr Farbe. Schon dieser Eingangsbereich ist richtig beeindruckend – doch das Herz von Cyberdog liegt ein paar Meter tiefer, im Untergeschoss. Auf einem ganz anderen Level.

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Über eine beleuchtete Rolltreppe kommt man in den Cyberpunk-Keller, eine Oase für all diejenigen, die Ready Player One’s Oasis tatsächlich erleben wollen oder von Ghost in the Shell nicht genug bekommen. Reibt euch nicht die Augen – denen geht es gut. Die Farben, die ihr seht, sind tatsächlich die der T-Shirts, Sweatshirts und Kappen, die das Geschäft verkauft. Ein Traum für jeden Raver – oder den durchschnittlichen, deutschen Ibiza-Urlauber. Die neonfarbene Kleidung wird natürlich mit Schwarzlicht beleuchtet, sodass die Farben noch greller erscheinen, als sie sind. Trotzdem: Die Kleidung ist definitiv nicht alltagstauglich.

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In einer Glasvitrine wartet eine Einhorn-Maske auf einen Käufer, an einem Ständer hängt eine mit Leuchtdioden bestückte regenbogenfarbige Pelzjacke und an der Wand locken mit Smileys verzierte knallgelbe Rucksäcke. Auch wenn das meistverkaufte Produkt sicherlich nur die etwas schräge neonfarbige Party-Brille ist, findet der gut ausgestattete Raver hier alles, was er braucht. Und über das Ganze wachen zwei bizarre Kreaturen – zu einem Drittel Mensch, einem Drittel Alien und einem Drittel Maschine.

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Verrückte Verkäufer

Zu so einem verrückten Geschäft gehören natürlich auch genauso verrückte Verkäufer. Halb nackt schleichen sie hier durch die Gänge, auf der Hoffnung, dass ein Kunde sie auch einmal wegen eines Produkts anspricht und nicht nur das Geschäft besichtigt, um Fotos zu machen. Dazu sei gesagt: Cyberdog gibt es schon seit mehr als 15 Jahren – es wird also anscheinend auch etwas verkauft.

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Die weiblichen Verkäufer tragen haben hier das klassische Raver-Outfit – Dreadlocks, oben Bikini, unten breite Hose – und die Herren laufen auch mit recht freiem Oberkörper durch das Geschäft, als ob sie gerade auf dem Heimweg von einer Full Moon Party sind. Das die eine oder andere Dame weiße Kontaktlinsen mit Schlitzaugen trägt, fällt dabei gar nicht mehr groß auf.

Fazit

Cyberdog London

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Cyberdog ist absolute Spitze. Man geht als Jungfrau hinein und kommt verwandelt wieder heraus – mit oder ohne Augenkrebs, je nachdem, wie einem der visuelle Drogenrausch gefallen hat. Cyberdog habe ich hier nicht umsonst als das verrückteste Geschäft von London bezeichnet und der Besuch lohnt sich auf alle Fälle. Nur die wenigsten werden hier etwas kaufen, doch die Erinnerung wird auf alle Fälle bleiben. Lasst euch den Shop also nicht entgehen, wenn ihr im Punk-Viertel Camden Town unterwegs seid. It’s London at it’s best – verrückter wird es nicht mehr.

Eintrittspreise

Cyberdog ist eine „ganz normales“ Geschäft und somit ist der Eintritt natürlich kostenlos.

Öffnungszeiten

Wie viele der Geschäfte in Camden Town hat auch Cyberdog jeden Tag geöffnet. Hier sind die genauen Öffnungszeiten:

  • Montag bis Donnerstag: 11 Uhr bis 19:30 Uhr
  • Freitag: 11 Uhr bis 20 Uhr
  • Samstag und Sonntag: 10 Uhr bis 20 Uhr

Camden Town könnt ihr jeden Tag erkunden, da der Markt an allen Wochentagen geöffnet ist. Wer ein wenig Ruhe haben möchte, sollte sich den verrückten Ort unter der Woche anschauen.

Anfahrt: Wie komme ich zu Cyberdog?

Die Adresse von Cyberdog: Stables Market, Chalk Farm Road, London NW1 8AH

Um zu Cyberdog zu kommen, habt ihr die Wahl zwischen zwei U-Bahn-Stationen, beide auf der Linie Northern Line:

  • Camden Town und
  • Chalk Farm

Cyberdog liegt in etwa auf halbem Weg zwischen den beiden Stationen. Wenn ihr euch den Markt Camden Town anschauen möchtet, dann solltet ihr in „Camden Town“ aussteigen und durch den Markt bis Cyberdog gehen.

Das Geschäft liegt im „Stables Market“ am nördlichen Ende von Camden Town. Genauere Infos findet ihr in meinem Artikel über den Punk-Markt Camden Town in London.

Öffentliche Verkehrsmittel Linien
U-Bahn London Tube IconU-Bahn „Camden Town“ oder „Chalk Farm“ auf der Northern Line

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