„Kinky Boots“ Musical in London

Kinky Boots Musical London

Das Musical Kinky Boots in London erzählt die fabelhafte Geschichte eines Schuhhändlers, der mit High Heels und Schuhwerk für Transvestiten sein Geschäft gerettet hat. Diese durchaus ungewöhnliche und skurrile Story wurde zuerst verfilmt und später dann als Musical in London adaptiert. Was euch beim Musical Kinky Boots in London erwartet, erfahrt ihr in diesem Artikel.

Die erstaunliche Geschichte hinter Kinky Boots

Als der Firmenerbe Steve Pateman 1993 von seinem Vater Richard die Leitung des Familienunternehmens „WJ Brooks Ltd“, einer traditionsreichen Schuhfabrik in der Gemeinde Earls Barton in der englischen Grafschaft Northamptonshire, übernimmt, weiß er angesichts der Billigkonkurrenz aus Fernost zunächst nicht, wie er dem Unternehmen und dessen Mitarbeitern das Überleben sichern soll. Kurze Zeit später erreichte ihn der Anruf von Sue Sheppard, die ein sog. Fetischgeschäft in Folkestone in der Grafschaft Kent am Ärmelkanal betreibt. Diese sucht schon länger nach einem Produzenten von qualitativ hochwertigem Schuhwerk für männliche Transvestiten. Nach anfänglichem Zögern und Vorbehalten in der eigenen Belegschaft entschließt sich Pateman das Experiment doch zu wagen und erreicht mit der speziellen Kollektion „Divine Footwear“ schnell wieder volle Auftragsbücher. 1999 sendet die BBC eine Dokumentation über die Erfolgsgeschichte, 2005 erfolgt die Verfilmung unter der Regie von Julian Jarrold mit dem Namen „Kinky Boots“. Die Musicaladaption unter dem gleichen Titel feiert am 2. Oktober 2012 am Bank of America Theatre in Chicago (Illinois), USA ihre Uraufführung.

Die Entstehung und der weltweite Erfolg des Musicals

Für die ersten Katalogbilder rasierte sich Steve Pateman sogar selbst die behaarten Beine und posierte vor der Kamera, auf der ersten Modenschau ließ er sich jedoch – anders als der Schauspieler Joel Edgerton („Charlie“) im Film – lieber von einem Model vertreten. Bei der Produktion des Films war die gesamte Familie Pateman mit kleinen Rollen beteiligt. In der Realität endete die Produktion der speziellen Schuhe jedoch bereits im Jahr 2000, weil größere Konkurrenzfirmen günstiger und in größerem Umfang herstellen konnten. Bis heute produziert „WJ Brooks Ltd“ aber erfolgreich Damenschuhe, Handtaschen, Parfüms und erotische Spielzeuge. Das Musical mit der bezaubernden Geschichte sorgt hingegen seit nunmehr fast sechs Jahren international für volle Häuser und begeistertes Publikum.

Im April 2013 fand die Premiere von „Kinky Boots“ am Al Hirschfeld Theatre am Broadway in New York City statt, im Juni 2015 in Toronto, Kanada (Royal Alexandra Theatre), seit dem 15. September 2015 wird das Stück am „Adelphi Theatre“ an der Straße Strand im Londoner Westend gezeigt. Darüber hinaus feiert die sympathische Komödie zwischen Oktober 2016 und März 2017 auch am Her Majesty’s Theatre in Melbourne von April bis August 2017 am Capitol Theatre in Sydney sowie von August bis Oktober 2017 am Lyric Theatre in Brisbane in Australien große Erfolge. Seit Anfang Dezember 2017 ist „Kinky Boots“ auch im Stage Operettenhaus am Spielbudenplatz an der Reeperbahn in Hamburg zu sehen. Also: Im Leben endete das wahre Märchen, das Musical feiert weiter globale Erfolge.

Handlung: Bis zum Happy End müssen alle Charaktere gegenseitige Abneigung überwinden

Gemäß der eingangs bereits kurz skizzierten wahren Begebenheit wird im ersten Akt die Kindheit und Jugend des Fabrikantensohns „Charlie Price“ erzählt, der auf Wunsch seines Vaters den Familienbetrieb weiterführen soll, den es selber jedoch mit seiner Verlobten Nicola eher nach London zieht. Parallel hierzu wird die ortsansässige farbige Dragqueen „Simon“ vorgestellt, dessen Aktivitäten bei dessen Familie nur auf sehr wenig Verständnis treffen. Nah dem überraschenden Tod von seinem Vater erfährt Charlie kurz nach der Beerdigung, dass die elterliche Schuhfabrik so gut wie pleite ist. Eigentlich möchte er die Fabrik am liebsten schließen, fühlt sich jedoch den langjährigen Arbeitern verpflichtet. Nach seiner Rückkehr nach London wird Charlie zufällig Zeuge, wie Simon auf offener Straße verprügelt wird. Nach der Auseinandersetzung lernt Charlie schließlich Simon und weitere Mitglieder aus dessen Tanzgruppe „Angels“ kennen. Diese klagen ihm ausführlich ihr Leid über die für Männerkörper zu instabilen High Heels. Auf Heimatbesuch in den Midlands berät die ein wenig in ihn verliebte Angestellte Lauren Charlie über die Chancen kleiner Marktnischen für heutige Schuhfabrikanten. Daraufhin kommt Charlie die Idee, sich auf High Heels für Dragqueens zu spezialisieren und lädt die „Angels“ als Berater hierfür ein. Charlies Verlobte Nicola ist über dessen Idee allerdings nur wenig begeistert. Die anfängliche Ablehnung der Fabrikarbeiter gegenüber dem Wechsel in der Produktion wird durch einen spektakulären Boxkampf zwischen dem konservativen Vorarbeiter Don und dem ehemaligen Amateurboxer Simon/Lola aus dem Weg geräumt, den Simon Don trotz gewinnen lässt. Trotz Schwierigkeiten, Verzögerungen und Verständigungsproblemen im zweiten Akt gelingt es allen Beteiligten doch noch rechtzeitig, die neue Kollektion für die Modeschau in Mailand fertigzustellen. Nicole, die keine Lust auf ein Leben in der Provinz verspürt, hat jedoch Charlie verlassen. Ihren Platz an dessen Seite nimmt dann am Ende des Stücks Lauren ein, die es während der ganzen Geschichte so gut verstanden hat, die unterschiedlichen Charaktere immer wieder miteinander zu versöhnen.

Die rundum gelungene Umsetzung der Story erntet viel Lob von Kritik und Publikum

Musikalisch untermalt wird „Kinky Boots“ von den Liedern „Price & Son Theme“, „The Most Beautiful Thing“, „Take What You Got“, „Land of Lola“, „Land of Lola“, „Charlie’s Soliloquy“, „Step One“, „Sex is in the Heel“, „The History of Wrong Guys“, „Not My Father’s Son“ und „Everybody Say Yeah“ im ertsen Akt. Im zweiten Akt kommen die Songs „Price & Son Theme“, „What a Woman Wants“, „In This Corner“, „Charlie’s Soliloquy“ (Reprise), „Soul of a Man“, „Hold Me in Your Heart“,„The History of Wrong Guys“ (Reprise)und „Raise You Up“/„Just Be“ zur Aufführung. Die Musik für ein zwölfköpfiges Orchester aus zwei Geigen, Keyboards und Gitarren, Schlagzeug, Bass, Trompete, Posaune, Bratsche und Cello wurde als Musikalbum von der originalen Broadway-Besetzung eingesungen und im Mai 2013 veröffentlicht. Das weltweit erfolgreiche Musical wurde bislang mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, so etwa mit dem Drama Desk Award, Drama League Award, Outer Critics Circle Award und Tony Award(2013), den Grammy Awards 2014 und dem Laurence Olivier Award 2016. Besonders begeistert waren und sind die Besucher der Londoner Aufführung vor allem von den farbenfrohen und prächtigen Kostümen sowie vom Make-Up der Dragqueens. Auch der gut gelaunte Soundtrack der Songschreiberin und Popikone Cyndi Lauper sorgt regelmäßig für nicht endenden Beifall.

Video von Kinky Boots

Hier der Teaser von Kinky Boots, der euch das Musical kurz vorstellt:

Tickets und Preise für das Musical Kinky Boots

Die Tickets bekommt ihr für das Kinky Boots ab £19,50 für die schlechteste Sitzplatzkategorie. Wer seine Tickets in Euro zahlen möchte, kann diese über GetYourGuide buchen.

Wo wird Kinky Boots aufgeführt?

Kinky Boots wird im im schönen Adelphi Theatre gespielt, das an folgender Adresse liegt: Strand, London WC2R 0NS.

Am besten erreicht ihr das Adelphi Theatre mit der U-Bahn über die Stationen „Leicester Square“ (Northern und Picadilly Line) oder „Charing Cross“ (Bakerloo und Northern Line), die beide etwa 400 Meter entfernt vom Theater liegen.

Mit dem Bus unterwegs? Die Stationen „Southampton St Covent Garden“ /  „Bedford Street“ (je nach Fahrtrichtung) liegen fast direkt vor dem Theater. Angefahren werden diese Station von den Linien 6, 9, 11, 15, 23, 87, 91, 139 und 176. Nacht halten hier unzählige Nachtbusse (siehe Tabelle).

Öffentliche Verkehrsmittel Linien
U-Bahn London Tube IconU-Bahn Picadilly, Bakerloo oder Northern Line, Stationen „Leicester Square“ oder „Charing Cross“
London Bus IconBus Linien 6, 9, 11, 15, 23, 87, 91, 139 und 176, Stationen „Bedford Street“ und „Southampton St Covent Garden“. Nachts viele Nachtbusse: N9, N11, N15, N21, N26, N44, N87, N89, N91, N155, N199, N343, N550, N551.

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