„Ein Amerikaner in Paris“ Musical in London

An American in Paris Musical London

Ihr interessiert euch für das Musical „Ein Amerikaner in Paris“ in London? Es dauerte mehr als 63 Jahre, bis das Musical „Ein Amerikaner in Paris“ nach seiner Kinopremiere auf die Bühne kam. Beschwingt und gleichzeitig romantisch werden die Melodien von George Gershwin aufgegriffen. Das Musical überzeugt zudem durch eine Mischung aus Jazz und Stepp und ist ein hervorragendes Zusammenspiel von Choreografie, Regie und dem Flair der französischen Hauptstadt. Die Inszenierung zählt zu den hervorragenden Beispielen amerikanischer Filmmusicals.

Über das Musical: Entstehungsgeschichte

„Ein Amerikaner in Paris“, was im Dominion Theatre im Londoner West-End zu sehen war, bietet neben der Musik von George Gershwin Texte von Ira Gershwin sowie ein Buch von Craig Lucas. Die eigentliche Uraufführung der Bühnenproduktion erfolgte am Théâtre du Châtelet in Paris, während die Londoner Produktion erstmals am 21. März 2017 aufgeführt wurde. Die Inspiration für das Musical erfolgte durch den gleichnamigen Film, in dem Gene Kelly und Leslie Caron zu sehen waren. Mittelpunkt ist die Musik Gershwins sowie zahlreiche Tanzeinlagen, die zum größten Teil in Hollywood gedreht wurden. Dabei ist die eigentliche Handlung recht einfach und bleibt sogar eher im Hintergrund. Berühmt ist eine siebzehn Minuten dauernde Traumsequenz, die als ein Höhepunkt amerikanischer Tanzmusicals gilt. George Gershwin verstarb im Jahr 1937 im Alter von nicht einmal 39 Jahren. „Ein Amerikaner in Paris“ zählt zu seinen bekanntesten Kompositionen.

Auch die Musical-Inszenierung folgt vielen der berühmten Lieder von George und Ira Gershwin. Hierzu zählen Melodien wie „I Got Rhythm“, „S Wonderful“, „Ich baue eine Treppe ins Paradies“ sowie „Sie können mich nicht wegnehmen“. Hinzu kommen weitere Gershwin Produktionen, wie natürlich das bekannte Stück „An American in Paris“. Das Tanzmusical setzt den Film von 1951 perfekt auf die Bühne. Die Musik wird durch eine Mischung von Tanz, Jazz, Stepp bis hin zu Ballett ergänzt.

Handlung des Musicals

Der Amerikaner Jerry Mulligan kommt kurz nach Kriegsende nach Paris, um dort sein Glück zu suchen und ein berühmter Maler zu werden. Gemeinsam mit dem Komponisten Adam Cook teilt er eine Wohnung, wo er zu akzeptieren lernt, dass Adam erfolgreicher ist als er selbst. Dennoch bleibt Jerry nicht entmutigt. Vielmehr verkörpert er ständig gute Laune und ist zudem im ganzen Viertel sehr beliebt. Er singt mit Kindern und Nachbarn und träumt mit Adam von einem vielleicht noch eintretenden Ruhm. Jerry begegnet eines Tages Milo Roberts, eine Erbin, die nicht nur hübsch, sondern auch reich ist. Ihre Leidenschaft besteht daraus, „Künstler zu sammeln“ und diese berühmt zu machen. Milo kauft Jerry gleich zwei Bilder zu einem hohen Preis ab. Als Jerry mit Milo ausgeht, begegnet er Lise, in die er sich sofort verliebt. Allerdings ist Liese bereits an einen Freund von Jerry, einen etwas älteren Revuestar Henry Baurel vergeben. Lise liebt ihn zwar nicht. Sie fühlt sich ihm gegenüber jedoch verpflichtet, weil er sie im Krieg aus einer gefährlichen Situation gerettet hatte. Lise gibt schließlich dem Drängen Henris, ihn zu heiraten nach, obwohl Jerry ihr mehr bedeutet. Jerry flüchtet sich anschließend in die Arme von Milo. Eines Abends begegnen sich beide Paare auf demselben Kostümfest. Als sich Jerry und Lise dort voneinander verabschieden, wird dieses Gespräch von Henri belauscht. Dieser gibt dann jegliche Ansprüche seinerseits auf Lise auf.

Kritik: Was euch bei An American in Paris erwartet

Besucher konnten sich im Londoner Musical auf Schauspieler, Tänzer und Musiker freuen. Für Regie und Choreografie war Christopher Wheeldon verantwortlich, der bereits den Olivier- & Tony Award gewann. Die Produktion entstand aus der Feder des Publizer Preis Finalisten Craig Lucas, während Bühnenbild und Kostüme vom siebenfachen Tony Award Gewinner Bob Crowley stammen. Die Projektionen stammten aus dem Haus 59 Productions, das schon 2012 die Eröffnungszeremonie der Olympischen Spiele gestaltete.

Besonders anspruchsvoll war die Aufgabe, einen bekannten Film in ein anderes Medium zu transferieren. Wie sollten Sequenzen, die eigentlich nur auf Zelluloid dargestellt werden konnten, übertragen werden? Wie konnte die Person des Hauptdarstellers Gene Kelly auf eine Bühne gebracht werden? Dennoch gelang es, ein Paris aus der Zeit des Endes des Zweiten Weltkrieges perfekt in Szene zu setzen.

Auslöser ist die große Weltgeschichte. In der französischen Hauptstadt nach dem Zweiten Weltkrieg treffen zurückgebliebene Amerikaner auf Franzosen. Wie sieht der Neuanfang aus? Wer liebt wen? Welche Konstellationen ergeben sich? So entstand eine farbenprächtige Gesellschaft unterschiedlicher Menschen, die in der Seine-Metropole ihr Dasein feierten. Beim Bühnenbild gelang es, ein Sammelsurium verschiedener Nuancen, die häufig in Schwarz-Weiß dargestellt wurden, zu inszenieren. Hinzu kommen Boulevards, Litfaßsäulen, Brücken, Keller und Cafés, die ein hervorragendes Bild von Paris darstellen. Dabei entstand eine Zeichenwelt, die durch Ballettsequenzen ergänzt wird. Herausragend sind das Instrumentalstück des Klavierkonzertes in F und das 16 Minuten dauernde Orchesterstück „An Amerian in Paris“, welches eine Traumreise in die Welt der Pariser Impressionisten Utrillo und Toulouse-Lautrec inszeniert. Durch den großen Anteil an Tanz und Ballett wurde das Musical so herausragend, wie es ist. Es verbindet Geschichten und Personen, die in der Nachkriegsgesellschaft erst einmal ihren Platz finden mussten. Hinzu kommen die Lieder von Gershwin, Bühnenbilder, Licht und Ton. Weitere Höhepunkte sind die Kostüme der Darsteller, die die jeweiligen Charaktere erzählen und ein geniales Ballett-Finale.

Tickets und Preise

An American in Paris wird seit dem 6. Januar leider nicht mehr aufgeführt.

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An American in Paris wird seit dem 6. Januar leider nicht mehr aufgeführt.

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